Korrosionsschaden Instandsetzung



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Das Hochdruckwasserstrahlen ist eine Art um ein Betonbauteil zu säubern, aufzurauen, zu schneiden oder tiefgreifend abzutragen.

 

Der Druck des Wasserstrahls liegt bei mindestens 600 Bar, auch 2500 Bar sind mit entsprechenden Geräten machbar.

 

Auf dem Bild ist eine Betonoberfläche zu sehen, welche mit verschiedenen Rotationsdüsen bearbeitet wurde.

 


 

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Zum Abtragen bzw. zum Schneiden von Betonbauteilen werden zentrierte Punktstrahldüsen eingesetzt.

 


 

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Eine Schadstelle muss vor der Instandsetzung sorgfältig vorbereitet werden. Für das Einbringen des Betonersatzsystems sollten Ausbruchufer einen Winkel von ca. 45° aufweisen.

 

Die Betonoberfläche im Inneren der Ausbruchstelle muss eine ausreichende Rauigkeit aufweisen und das mineralische Korn sollte außerdem kuppenförmig freigelegt werden.

 

Um die korrodierte Bewehrung allseits bearbeiten zu können muss der Beton 2cm tief auf allen Seiten freigelegt sein, in Längsrichtung ist die Bewehrung an den Einbindungsstellen ca. 2cm bis in den nicht korrodierten Bereich freizulegen.

 

Die freiliegende Bewehrung muss schwingungsfrei befestigt sein, um eine optimale und dauerhafte Instandsetzung gewährleisten zu können.

 


 

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Das Feststoffstrahlen kommt in der Regel mit synthetischen mineralischen Strahlmittel, wie Kupferhütten- oder Schmelzkammerschlacke zum Einsatz.

Dieses Verfahren kann sowohl für die Vorbereitung der Betonoberfläche sowie zur Vorbereitung der Bewehrung verwendet werden.

 

Auf dem Bild zu sehen, ist die Vorbereitung der Bewehrung auf den Oberflächenvorbereitungsgrad SA2,5.

 

Im Normentext heißt es dazu:
Zunder, Rost und Beschichtungen sind vollständig entfernt. Nach der Vorbereitung soll die
Oberfläche eine einheitliche Metallfärbung aufweisen.

 


 

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Auf dem Bild ist eine fertig vorbereitete Ausbruchstelle zu sehen.

 

- Ausbruchuferwinkel von ca. 45°

 

- Ausreichende Rauigkeit und freigelegtes Korn

 

- Freilegen der Bewehrung 2cm auf allen Seiten sowie bis 2cm in den nicht korrodierten Bereich

 

- Schwingungsfreie und auf SA 2,5 vorbereitete Bewehrung herstellen

 


 

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Nach der Vorbereitung wird eine Korrosionsschutz- beschichtung in zwei Lagen auf die Bewehrung appliziert.

 

Das verwendete Produkt ist hierbei StoCrete TK ein polymervergüteter zementgebundener Korrosionsschutz. (PCC= Polymer cement concrete)

 

Der Zementanteil des PCC-Mörtels schafft eine Passivschicht um den Bewehrungsstahl, durch das hochalkalische Milieu (durch Zement) ist die Bewehrung vor Korrosion geschützt.

 


 

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Als nächstes folgt der Auftrag der Haftbrücke. Diese verbessert die Haftungseigenschaften und den Verbund zwischen Betonersatzsystem und Betonunterlage.

 

Dabei ist es wichtig den Untergrund vor dem Aufbringen der Haftschlämme vorzunässen, so dass die kapillare Saugfähigkeit des Betons gesenkt wird und so ein zu frühes Austrocknen der Haftbrücke verhindert werden kann.

 

Verwendetes Material: StoCrete TH (PCC).

 


 

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Direkt im Anschluss nach der Haftbrücke wird das Betonersatzsystem nass in nass aufgebracht und möglichst rau abgezogen.

 

Der Kunststoffmodifizierte Zementmörtel wird für Reprofilierungen von Schadstellen sowie zur Erhöhung der Betondeckung eingesetzt.

 

Verwendetes Material: StoCrete TG (PCC).

 


 

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PCC benötigt wie alle zementösen Systeme zum Schutz gegen vorzeitiges Austrocknen eine sorgfältige Nachbehandlung. Die Nachbehandlung kann unter anderem durch Abdecken mit Folie, wasserhaltende Abdeckungen oder besprühen mit Wasser erfolgen.

 

Die Nachbehandlungszeit beträgt bei PCC Mörtel lt. ZTV-Ing. mindestens 3 Tage.

 


 

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Für ein gleichmäßiges Oberflächenerscheinungsbild wird eine vollflächige Feinspachtelschicht mit StoCrete TF aufgetragen. Dieser Schritt ist notwendig wenn als Oberflächenschutzsystem das OS 4 bzw. OS C System gewählt wurde.

 

Es ist darauf zu achten, dass vor dem vollflächigem Auftrag die Betonoberfläche matt angefeuchtet wurde (verhindert eine vorzeitige Austrocknung des Feinspachtels).

 


 

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Nach dem Feinspachtelauftrag und nochmaliger Nachbehandlung der Oberfläche kann ein Oberflächenschutzsystem (hier OS 4 bzw. OS C) aufgebracht werden.

 

Verwendetes Material: StoCryl V 100 (Acrylat-Basis).

 


 

Systemübersicht:

OS 4 / OS C:

 

Kurzbeschreibung:

Beschichtung mit erhöhter Dichtigkeit (in Bezug auf CO2) für nicht begeh- und befahrbare Flächen.

 

Anwendungsbereich:

Auf freibewitterten Betonflächen.

Dies ist die Regelmaßnahme bei Instandsetzungen nach den Instandsetzungsprinzipien W und C (W steht für Korrosionsschutz durch Begrenzung des Wassergehaltes im Beton und C steht für Korrosionsschutz durch Beschichtung der Bewehrung – Coating).

 

Bindemittelgruppen:

Polymerdispersion

Mischpolymerisat (gelöst)

Polyurethan

Wasseremulgierte Epoxidharze

Für Hydrophobierung Silan/Siloxan

 

Aufbau:

Feinspachtel

Ggf. Grundierung

Mindestens zwei Oberflächenschutzschichten (StoCryl V 100)

 

 

Zusätzliche Informationen